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Vetter, Björn (2011) CO2 - Emissionen im Personenverkehr

 

 

 


Titel:   CO2 - Emissionen im Personenverkehr

 

Betreuer: Univ.-Prof.’in Dr. Sabine Baumgart (SRP), Prof. Dr.-Ing. Christian Holz-Rau, (VPL)

Jahr: 2011

E-Mail: bjoern.vetter@tu-dortmund.de


Themenfeld: Sonstige

Schlagworte:  CO2-Emissionen – Verkehrshandeln – Verkehrsverhalten - Reisen – Personenfernverkehr

Kurzfassung:  Personenfernverkehr ist eine relevante Ursache für klimaschädliche CO2-Emissionen. Trotz dieser Tatsache gibt es bislang relativ wenige Kenntnisse über den Einfluss personenbezogener soziodemografischer, sozioökonomischer und räumlicher Merkmale auf die individuell verursachten CO2-Mengen im Personenfernverkehr. Diesbezügliche Informationen bilden aber eine wichtige Voraussetzung zur Entwicklung wirksamer, auf das individuelle Handeln abstellender Strategien zur Senkung der CO2-Emissionen.

Vor diesem Hintergrund besteht das Ziel dieser Diplomarbeit darin, auf Basis von Daten der Erhebung Mobilität in Deutschland 2008 die durch Reisen im Fernverkehr auf der individuellen Ebene verursachten CO2-Emissionen zu berechnen und diese anschließend nach soziodemografischen, sozioökonomischen und räumlichen Merkmalen zu analysieren. Die Berechnung der CO2-Emissionen erfolgt auf Grundlage von Angaben zu Reisehäufigkeit und -distanz, dem genutzten Verkehrsmittel

sowie für Pkw-Reisen der Anzahl der begleitenden Personen aus dem Haushalt. In Abhängigkeit vom Verkehrsmittel werden zur Berechnung CO2-Emissionsfaktoren herangezogen, welche Auskunft über die pro Fahrzeug- bzw. Personenkilometer entstehenden CO2-Mengen geben. Für Flugreisen werden zur Berücksichtigung von klimaschädlichen Effekten, welche über die direkten CO2-Emissionen hinaus gehen (Nicht-CO2-Effekte), zwei unterschiedliche CO2-Emissionsfaktoren verwendet. Da in der Datengrundlage detaillierte Angaben zum Reiseverhalten nur für die letzten drei Reisen innerhalb der letzten drei Monate vorliegen, müssen die pro Personen berechneten CO2-Emissionen auf das Jahr hochgerechnet werden, um so aussagekräftige und vergleichbare Ergebnisse zu erhalten.

Im Ergebnis zeigt sich, dass die deutsche Wohnbevölkerung ab 18 Jahren pro Person und Jahr im Mittel rund 1 Tonne CO2 durch die Teilnahme am Personenfernverkehr verursacht. Werden zusätzlich auch Nicht-CO2-Effekte des Flugverkehrs in die Berechnung einbezogen, so erhöhen sich die entsprechenden CO2-Mengen auf 1,7 Tonnen. Die nach persönlichen und räumlichen Merkmalen differenzierte Analyse der CO2-Emissionen erfolgt neben deskriptiven Analysen mittels logistischer und linearer Regressionsanalysen. Die Analysen ergeben, dass sich die CO2-Emissionen im Personenfernverkehr mit steigendem ökonomischen Status und steigendem Bildungsniveau signifikant erhöhen. Weiterhin verursachen Vollzeiterwerbstätige im Mittel die höchsten CO2-Emissionen. Neben dem Einfluss sozioökonomischer Merkmale bestehen auch zwischen den Geschlechtern signifikante Unterschiede. Männer verursachen auch unter Kontrolle sonstiger Merkmale mehr CO2-Emissionen als Frauen. Hinsichtlich des Einflusses des Wohnstandortes zeigt sich, dass Personen, die in Großstädten mit mehr als einer Million Einwohnern leben, auch unter Kontrolle sozialer Merkmale im Mittel die höchsten CO2-Emissionen verursachen. Demgegenüber bewirken insbesondere die Bewohner verstädterter und ländlicher Räume geringere CO2-Emissionen, wobei diese Effekte nicht für alle Gemeindegrößen in gleichem Maße signifikant sind.

Poster-Björn Vetter

Abstract-deutsch

Engl-Kurzfassung