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Koch, Johann (2010) Revitalisierung von Infrastrukturbrachen Eine Untersuchung der Potentiale öffentlich-privater Kooperation am Beispiel von Flächen aurelis Real Estate in Wuppertal

 

 

 


Titel: Revitalisierung von Infrastrukturbrachen Eine Untersuchung der Potentiale öffentlich-privater Kooperation am Beispiel von Flächen aurelis Real Estate in Wuppertal

Betreuer: Univ.Prof'in Dr. Sabine Baumgart, Dr.-Ing.Bernd Wuschansky (Institut für Landes- und Stadtenwicklungsforschung)

Jahr: 2010

E-Mail: johann.koch@tu-dortmund.de


Themenfeld: Flächenmanagement und Brachflächenrevitalisierung

Schlagworte: Brachflächenrevitalisierung, Stadtentwicklungsfonds, JESSICA, PPP

Kurzfassung: Die Verminderung der Flächeninanspruchnahme ist seit vielen Jahren erklärtes politisches Ziel in Deutschland. Dennoch konnte in den vergangenen Jahren trotz sinkender Bevölkerungszahlen keine nennenswerte Reduktion der Flächenneuinanspruchnahme erreicht werden. Auf der anderen Seite liegen in den Städten viele Flächen brach und werden keiner Nutzung zugeführt. Besonders ehemaligen Bahnflächen, die in Folge von Strukturwandel und Umstrukturierungen des Bahnkonzerns entbehrlich geworden sind, wird häufig ein hohes Potential für die Stadtentwicklung zugesprochen. Die Revitalisierung dieser Flächen liegt im Spannungsfeld zwischen kommunalen Ansprüchen und den wirtschaftlichen Erwartungen der privaten Grundstückseigentümer, Entwickler und Investoren. Dabei kann eine Wiedernutzung dieser Flächen für alle Akteure Vorteile mit sich bringen. Die Entwicklung von Flächen, die an der Grenze zur Profitabilität liegen, den so genannten Brachflächen des Typs B, wird aber weder von Seiten der Privatwirtschaft, noch von den Kommunen im Alleingang durchgeführt. In dieser Arbeit soll die Frage beantwortet werden, ob sich öffentlich-private Kooperationsmodelle dazu eignen die Revitalisierung, insbesondere dieser B-Flächen, voranzutreiben und, wie eine Kooperation für diesen Zweck konkret ausgestaltet werden kann. Methodisch wird dabei auf eine umfangreiche Literaturrecherche und Experteninterviews zurückgegriffen. Des Weiteren werden Flächen der aurelis Real Estate in Wuppertal hinsichtlich ihrer Nutzungsperspektive analysiert und bewertet und die Wirtschaftlichkeit einer potentiellen Flächenentwicklung betrachtet. Festzustellen ist, dass während die öffentlichen Akteure in erster Linie stadtentwicklungspolitische Ziele verfolgen, für die privaten Akteure vorrangig der wirtschaftliche Erfolg im Vordergrund steht. Zum Einen liegt darin Konfliktpotential im Hinblick auf eine gemeinsame Kooperation, zum Anderen bedeutet dies, dass ein geeignetes PPP-Instrument positive Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit für den privaten Partner haben muss. Anderenfalls ist die Motivation zur Projektbeteiligung eher gering und das vorhandene Kapital wird in anderen, wirtschaftlich vielversprechenderen Projekten eingesetzt. Als ein geeignetes Instrument, um diese Problematik zu überwinden und den privaten Markteilnehmern eine marktadäquate Rendite, oder zumindest eine in die Nähe dieser Größenordnung kommende Rendite zu ermöglichen, wurden Stadtentwicklungsfonds der JESSICA-Initiative identifiziert. In Verbindung mit städtebaulichen Verträgen können Stadtentwicklungsfonds ein flexibles Instrument darstellen, das auf die unterschiedlichen Anforderungen verschiedener Revitalisierungsprojekte eingehen kann.

/c1urp004/de/lehre/Diplomarbeiten/Poster_der_Dipl_-Arbeiten/2010-Poster/Poster_Johann_Koch2.pdf