Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation

Sie sind hier:

Hauptinhalt

Kobusinski Patrick (2010) Brachflächenrevitalisierung in Bonn-Endenich

 

 

 


Titel: Brachflächenrevitalisierung in Bonn-Endenich
       - Eine städtebauliche Rahmenplanung zur Wiedernutzung einer Gewerbebrache -

Betreuer: Univ.Prof'in Dr. Sabine Baumgart, , Frau Prof. Reicher

Jahr: 2010

E-Mail: patrick.kobusinski@tu-dortmund.de


Themenfeld: Flächenmanagement und Brachflächenrevitalisierung

Schlagworte: Brachflächenrevitalisierung, städtebaulicher Rahmenplan, Bonn-Endenich

Kurzfassung:

Brachflächenrevitalisierung in Bonn-Endenich
- Eine städtebauliche Rahmenplanung zur Wiedernutzung einer Gewerbebrache -

Stadtentwicklung beruht auf einem kontinuierlichen Erneuerungsprozess bestehender Strukturen und umfasst dabei unter anderem die kurz-, mittel oder langfristige Aufgabe von (Flächen)Nutzungen. Gerade gewerblich und/oder industriell genutzte Flächen unterliegen im Zuge der fortschreitenden Globalisierung einem kontinuierlichen wirtschaftsstrukturellen Wandel sowie immer schnelleren Nutzungszyklen. Diese „Brachflächen als Folge der Produktionsstätten […] hat es immer gegeben und wird es auch zukünftig immer wieder geben. Ihre Bedeutung als kommunales und vor allem als städtebauliches Aufgabenfeld erhalten sie erst, wenn sie aufgrund ihres Zustandes keine angemessene Folgenutzung erfahren“ . Dieses stadtplanerische und städtebauliche Aufgabenfeld, d.h. eine Brachfläche einer Folgenutzung zuzuführen, wird im Rahmen dieser Diplomarbeit theoretisch, sowie anhand eines Fallbeispiels aus der Stadt Bonn analytisch und konzeptionell erörtert. Das Ziel dieser Diplomarbeit ist die Darstellung einer funktionalen und städtebaulichen Wieder- und Weiterentwicklung der Gewerbebrache ‚Arkema‘ anhand einer städtebaulichen Rahmenplanung.

Im Rahmen der theoretischen Auseinandersetzung wird die Thematik der Brachflächenrevitalisierung erörtert, wobei hauptsächlich Aspekte zur Gewerbebrache sowie deren Wiedernutzung erläutert werden. Zum Einen werden die Entstehungsgründe und der Umfang sowie die Entwicklung der Gewerbebrache in Deutschland beleuchtet und zum Anderen die Bedeutung der Wiedernutzung im Kontext der Siedlungsentwicklung sowie die Anforderungen und Erfordernisse einer aussichtsreichen Nachnutzung dargelegt.

Die analytische und konzeptionelle Auseinandersetzung beziehen sich auf das rund 18 ha große Untersuchungsgebiet, das aus einem ca. 6 ha großen Betriebsgelände des Polymerisationsherstellers ‚Arkema‘ und diversen insgesamt etwa 12 ha großen angrenzenden Bereichen besteht. Hierzu erfolgt zuerst eine Stadtanalyse auf gesamtstädtischer und lokaler Ebene, deren Inhalte anschließend im Rahmen einer Stärken-Schwächen-Analyse qualitativ bewertet werden. Die Stärken und Schwächen werden schließlich anhand ihrer raum- und funktionsprägenden Aspekte als Bindungen, Chancen und Mängel eingestuft und in einem Plan verortet. Dieser sog. Bindungen-Chancen-Mängel-Plan bildet den Übergang zur konzeptionellen Bearbeitung, welche als städtebauliche Rahmenplanung realisiert wird.

Das Konzept „Grünes Kreuz Endenich“ bildet damit die Essenz der theoretischen und analytischen Erörterung und stellt eine mögliche Entwicklung der Brachfläche ‚Arkema‘ dar. Die Konzeption beruht im Kern auf der Herausbildung zweier markanter Grünachsen, die den Standort funktional und städtebaulich strukturieren. Dieses „Grüne Kreuz“ verleiht dem gesamten Standort einen lokal signifikanten Charakter, wobei bestehende funktionale und städtebauliche Aspekte aufgegriffen und zugleich Neue geschaffen werden. Insgesamt werden fünf Nutzugsbereiche etabliert und anhand einer jeweils klaren städtebaulichen Struktur realisiert. Im Ganzen verleiht das „Grüne Kreuz“ dem Standort ein neues Profil indem es den Bereich sowie das lokale Umfeld aufwertet und funktional, städtebaulich, sozial und ökologisch weiter entwickelt.

_______________________

1  Kahnert und Rudowsky 1999: 2. Kahnert, Rainer; Rudowsky, Katrin 1999: Wiedernutzung von Brachflächen. Nachhaltige Entwicklung im Handlungsfeld "Bauen und Wohnen". Eine Dokumentation von Fallbeispielen. Arbeitsbericht. Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg. Nr. 144. Stuttgart

 

Parik_Kobusinski-2010

-Abstractf