Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation

Sie sind hier:

Hauptinhalt

Völlmer, Tim (2008): Unser Witten 2020 - Stadtentwicklung im Dialog

Name: Völlmer, Tim

Titel: Unser Witten 2020 - Stadtentwicklung im Dialog

Jahr: 2008

BetreuerInnen: Univ.-Prof´in Dr.-Ing. Sabine Baumgart, Dr. des. Achim Prossek (RLP)

Themenfeld: Klein- und Mittelstädte (KuM)

Kurzfassung: Mit der neuen Aktualität informeller Stadtentwicklungsprozesse geraten auch die Aspekte kommunikativer und                                  partizipativer Planung zunehmend in den Fokus derjenigen, die solche Prozesse organisieren und durchführen.                              Eine akzeptierte und nachhaltige Stadtentwicklungsplanung, die sich mit der strategischen Entwicklung der Stadt                            und ihrer Teilräume auseinandersetzt, gelingt nur durch eine intensive Einbeziehung der Bürger. Doch                                               Kommunikation und Partizipation sind keine Garantie für erfolgreiche und akzeptierte Planung, wodurch sich die                              Notwendigkeit zur Leistungs- und Erfolgskontrolle von Beteiligungsverfahren begründet. Mit dem Projekt »Unser                              Witten 2020 – Stadtentwicklung im Dialog« verfolgt die Stadt Witten mit der Neuaufstellung des                                                             Flächennutzungsplans und der Erarbeitung eines Stadtentwicklungskonzeptes das Ziel, einen Beitrag zu einer                                neuen Kommunikations-, Beteiligungs- und Planungskultur zu leisten. Dieses Ziel greift die durch die                                                 Verantwortlichen angeregte als Prozessevaluation konzipierte Diplomarbeit auf, die von der folgenden zentralen                               Fragestellung geleitet wird: Welche Stärken und Schwächen hat das Beteiligungsverfahren »Unser Witten 2020 –                           Stadtentwicklung im Dialog« vor dem Hintergrund der Etablierung einer neuen Kommunikations- und                                                 Beteiligungskultur? Auf der Grundlage einer Auseinandersetzung mit der Theorie und der Konzeption des                                          Wittener Projektes wurde ein Bewertungsraster zur Prozessevaluation des offenen Beteiligungsverfahrens                                        aufgestellt. Die zentralen Kriterien, die zur Analyse der Stärken und Schwächen des Verfahrens herangezogen                                 werden, sind Fairness, Kompetenz, Transparenz, Legitimation und Nachhaltigkeit. Zur Gewährleistung einer                                     nachvollziehbaren und validen Evaluation werden diese Kriterien anhand operationalisierter Ziele überprüft. Die                               Überprüfung der Kriterien erfolgt durch eine Triangulation qualitativer (Daten- und Dokumentenanalyse,                                              leitfadengestützte Experteninterviews) und quantitativer Methoden (Internet-Umfrage). Durch die aufgrund des                                   Bewertungsrasters systematisch durchgeführte Prozessevaluation des Beteiligungsverfahrens wurden                                              zahlreiche Stärken aber auch einige Schwächen im Hinblick auf die Zielerreichung aufgedeckt. Während sich die                           Kriterien Kompetenz, Transparenz, Legitimation und Nachhaltigkeit überwiegend durch Stärken auszeichnen,                                   liegen grundsätzliche Schwächen im Bereich der Fairness des Verfahrens. Ausgehend von den festgestellten                                  Stäken und Schwächen werden Bausteine vorgestellt, die das Entstehen einer neuen Kommunikations- und                                    Beteiligungs- und damit auf lange Sicht Planungskultur unterstützen. Das aus der Theorie abgeleitete                                                Bewertungsraster hat sich in der Anwendung zur Evaluation des offenen Beteiligungsverfahrens in Witten als                                   äußerst praktikabel und zielführend erwiesen. Es stellt eine sinnvolle Ausgangsbasis für weitere Evaluationen                                 dar, muss aber unter Einbeziehung der entsprechenden Theorie über die Durchführung und Erfolgskontrolle                                    kommunikativer und partizipativer Verfahren modifiziert werden, da die in der Praxis vorzufindenden                                                      eteiligungsverfahren stark variieren.

Schlagworte: Stadtentwicklungsplanung, Bürgerbeteiligung & Evaluation

Download: Poster

E-Mail:  tim.voellmer@tu-dortmund.de