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Braun Nicole, Ruckes Verena (2008) Kulturelle Zwischennutzungen in leer stehenden Ladenlokalen und deren Auswirkungen auf das Quartiersimage

 

 

 


Titel:  Kulturelle Zwischennutzungen in leer stehenden Ladenlokalen und deren Auswirkungen auf das Quartiersimage

Betreuer: Prof. Dr. Susanne Frank (SOZ ), Dipl.-Ing. Andreas Stefansky (RUR)

Jahr: 2008

E-Mail: nicole.braun@tu-dortmund.de, verena.ruckes@tu-dortmund.de


Themenfeld: Neue Verfahren und Instrumente in der Stadt- und Regionalplanung

Schlagworte:  Kulturelle Zwischennutzungen, Quartiersentwicklung, Image

Kurzfassung:
ANLASS UND PROBLEMSTELLUNG Leer stehende Ladenlokale sind eine sichtbare Folge des wirtschaftlichen Niedergangs benachteiligter Stadtquartiere und wirken sich negativ auf das Quartiersimage aus, da sie mit Verwahrlosung und wirtschaftlichem Stillstand assoziiert werden. Ein geeignetes Instrument zur Behebung der negativen Effekte von Ladenleerstand sind Zwischennutzungen. Sie sind in der Lage, Orte nach Beendigung der vormaligen Nutzung bis zur Nachfolgenutzung zu bespielen, sind i.d.R. sehr flexibel einsetzbar, kommen mit einem geringen Ressourceneinsatz aus und stellen somit eine Möglichkeit dar, verschiedene Nutzungsarten zu erproben. Kulturellen Zwischennutzungen wird im Allgemeinen nachgesagt, dass sie einen wesentlichen Beitrag zur Imageaufwertung eines Standortes leisten können, da die Kultur einen entscheidenden Faktor der Identität und Lebendigkeit eines Quartiers darstellt. FRAGESTELLUNG UND ZIELSETZUNG In der Diplomarbeit werden exemplarisch anhand zweier Fallbeispiele in Berlin die in der Fachliteratur beschriebenen Imagewirkungen kultureller Zwischennutzungen ergänzt um die Erkenntnis, in welcher Weise sich diese Imagewirkung vollzieht. Das Ziel der Diplomarbeit ist daher die Beantwortung folgender Forschungsfragen: Welche Faktoren spielen bei der Imagebildung eines Quartiers eine Rolle und wie kann das Quartiersimage beeinflusst werden? Wie wirken sich kulturelle Zwischennutzungen in leer stehenden Ladenlokalen auf das Quartiersimage aus? SCHLUSSFOLGERUNGEN Die Ergebnisse der Befragung von Experten und der Analyse von Medienberichten zeigen, dass kulturelle Zwischennutzungen in leer stehenden Ladenlokalen sich über verschiedene Mechanismen auf das Image des betreffenden Quartiers auswirken können. Kulturelle Zwischennutzungen beleben den öffentlichen Raum und beseitigen dadurch die image-schädigenden Effekte von Ladenleerstand. Das Veranstaltungsangebot kultureller Zwischennutzungen bietet einen Besuchsanreiz für Außenstehende, deren (negatives) Fernbild sich in Folge originärer Raumwahrnehmung zu einem (positiven) Nahbild des Quartiers wandeln kann. Kulturelle Zwischennutzungen bilden als Pioniere an Standorten Adressen aus und ziehen weitere artverwandte Nutzungen an, die das Image des Quartiers als „Kulturstandort“ weiter stärken. Die im Quartier ansässigen Zwischennutzer prägen mit ihrem vorrangig erlebnisorientiertem Lebensstil und ihren kulturellen Symbolen – hippen, kreativen Läden, Kneipen und Cafés sowie Galerien und Kunstprojekten – das Quartier. Das Quartier wird über diese kulturellen Symbole mit dem Lebensstil der Zwischennutzer assoziiert. Zwischennutzungen stellen für Medien einen Anreiz dar, bestimmte, mit den Zwischennutzungen assoziierte Entwicklungen eines Quartiers herbei zu schreiben, wodurch dieses ein Image erhält, das auf bestimmte Milieus anziehend wirkt, die wiederum durch ihren Zuzug in das Quartier bewirken können, dass die herbei geschriebene Situation zur Realität wird.

/c1urp004/de/lehre/Diplomarbeiten/Poster_der_Dipl_-Arbeiten/Poster_2008/NicoleBraunDA_Poster_final.pdf