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Schäpers, Anja (2008) Housing Improvement Districts als Instrument der Stadtentwicklung in Stadtteilen mit hohem Migrationsanteil - Dargestellt am Fallbeispiel der Dortmunder Nordstadt

 

 

 


Titel: Housing Improvement Districts als Instrument der Stadtentwicklung in Stadtteilen mit hohem Migrationsanteil - Dargestellt am Fallbeispiel der Dortmunder Nordstadt

Betreuer: Univ.Prof'in Dr. Sabine Baumgart, Dipl-Ing. Ivonne Fischer-Krapohl

Jahr: 2008

E-Mail: anjaschapers@aol.com


Themenfeld: Neue Verfahren und Instrumente in der Stadt- und Regionalplanung

Schlagworte: Stadtplanung, Instrumente, Stadtentwicklung, HID, benachteiligte Quartiere, Dortmund Nordstadt, Quartiersentwicklung

Kurzfassung:
Die vorliegende Arbeit mit dem Titel `Housing Improvment Districts als neues Instrument der Stadtentwicklung in Stadtteilen mit hohem Migrationsanteil – dargestellt am Fallbeispiel der Dortmunder Nordstadt´ beschäftigt sich mit den Fragen, ob der HID ein adäquates Instrument für die Aufwertung des genannten Stadtteils ist und wie die Eigentümer mit Migrationshintergrund für einen HID aktiviert werden können. Das Modell Housing Improvement District (HID) als ein neues Instrument der Stadtentwicklung dient der Aufwertung der Wohnungsbestände und des Wohnumfeldes. Zu einem HID schließen sich die unterschiedlichen Immobilieneigentümer aus Eigeninitiative zusammen, die gemeinsam mit einer Strategie etwas positiv verändern möchten. Die Entwicklung eines Quartiers bzw. Stadtteils hat nur dann Erfolg, wenn sich neben den Wohnungsunternehmen auch die Einzeleigentümer beteiligen. Die differenzierte Gruppe der Personen mit Migrationshintergrund bildet vermehrt Eigentum und bekundet ihr Interesse. Häufig wird Eigentum in benachteiligten Quartieren mit einem hohen Migrationsanteil gebildet. Der Einsatz des Instrumentes HID in diesem Quartiertyp ist nicht undenkbar. Die Anwendung des Instruments wird als Sinnvoll in Kombination mit der Städtebauförderung oder im Anschluss an Förderprogramme, zur mittel- und langfristigen Nachsorge der erzielten Resultate, erachtet. Die Chancen als alleiniges Instrument Veränderungen herbeizuführen sind relativ gering. Es ist kein Allheilmittel, dennoch bringt es Möglichkeiten mit sich einen Beitrag zur Aufwertung des Quartiers zu leisten. Die Basis für solche eine Kooperationsform ist die Bereitschaft der Eigentümer etwas zu verändern und zu investieren. Ein gewisser Handlungsdruck und finanzielle Möglichkeiten, sowie Potenziale im Quartier und nicht zu große strukturelle Probleme sind weiter ausschlaggebende Aspekte für die Gründung eines HID. Die Gruppe der Eigentümer mit Migrationshintergrund gilt als schwierig in einen HID zu integrieren. Auch wird wahrscheinlich die Initiative für solch eine Kooperation nicht von dieser Eigentümergruppe ausgehen. Für eine Beteiligung ist geben von Informationen und Schaffen von Vertrauen wesentlich. Hinweise zur Aktivierung von Migranteneigentümern werden gegeben. Hierzu zählt die Ansprache durch Schlüsselpersonen mit Migrationshintergrund, die selbst Immobilieneigentümer sind und sich am HID beteiligen. Ebenso kann an bestehende Strukturen der Migranten im Quartier angeknüpft werden um die Bedürfnisse und Interessen angemessen zu berücksichtigen. Die Eigentümer mit und ohne Migrationshintergrund müssen ihre Interessen und Bedürfnisse in den Maßnahmen und Zielen wieder erkennen. Für die beteiligten Akteure müssen erkennbare Vorteile durch die Initiative entstehen, damit ein HID zustande kommt und ein Entwicklungskonzept umgesetzt wird.

/c1urp004/de/lehre/Diplomarbeiten/Poster_der_Dipl_-Arbeiten/Poster_2008/POSTERSCHAEPERS-1.pdf