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Schürmann, Thomas (2006) Möglichkeiten und Grenzen der Evaluation eines Regionalplans in NRW

 

 

 


Titel:  Möglichkeiten und Grenzen der Evaluation eines Regionalplans in NRW

Betreuer: Univ.Prof'in Dr. Sabine Baumgart, Univ.-Prof. Dr. H. H. Blotevogel (RLP)

Jahr: 2006

E-Mail: post@t-schuermann.de


Themenfeld:  Neue Verfahren und Instrumente in der Stadt- und    Regionalplanung

Schlagworte:  Regionalplanung, Regionalplan, Gebietsentwicklungsplan, Evaluation, Erfolgskontrolle, Indikatoren, Monitoring, Controlling, Raumbeobachtung

Kurzfassung:  Obwohl Evaluationen in vielen Politikbereichen an Bedeutung gewinnen und der Legitimationsdruck sowie die Forderung nach Effizienz in der Raumplanung unter anderem auf Grund von Zweifeln an der Wirksamkeit der klassischen Instrumente und der angespannten finanziellen Situation der öffentlichen Hand zugenommen hat, werden in der Raumordnung Evaluationen noch vergleichsweise selten durchgeführt.Forschung und Praxis haben sich bisher vor allem auf die Erfolgskontrolle von Programmen konzentriert, während die Anwendung bei Raumordnungsplänen nur relativ selten thematisiert wurde.

In dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen, inwieweit und in welcher Form die Evaluation eines Regionalplans möglich ist. Auf Grundlage von Literatur und Beispielen wird die Evaluierbarkeit eines Regionalplans in NRW untersucht, um die Möglichkeiten und Grenzen für eine Evaluation aufzuzeigen.

Teil I beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen der Evaluation. Dabei werden insbesondere sowohl die Funktionen einer Evaluation als auch deren Voraussetzungen und Hemmnisse, sowie mögliche Methoden herausgestellt. Bestehende Ansätze von Evaluierungen in Deutschland und im europäischen Ausland werden in Teil II beschrieben und darauf hin überprüft, ob sie für die Fragestellung der Arbeit insbesondere für die Methodik der Evaluation bei einem Regionalplan wichtige Informationen liefern. In Teil III wird darauf aufbauend die Anwendbarkeit der unterschiedlichen Formen der Evaluation an einem Regionalplan untersucht. Als Beispiel dient der Gebietsentwicklungsplan Arnsberg, Teilabschnitt Oberbereich Dortmund, westlicher Teil, der die kreisfreien Städte Dortmund und Hamm sowie den Kreis Unna umfasst.

Die Arbeit zeigt, dass eine vollständige Evaluation eines Regionalplans, die die theoretischen Ansprüche an eine Evaluation erfüllt, auf Grund der essentiellen Hemmnisse nicht möglich ist.

Allerdings ist eine partielle Evaluation durchführbar, die wesentliche Schritte umfasst, dabei aber beispielsweise auf valide Kausalitätsaussagen verzichtet und sich mit qualitativen Einschätzungen und Bewertungen begnügt. Die Durchführung einer partiellen Evaluation ist deshalb sinnvoll, weil auch durch diese Form wichtige Funktionen erfüllt werden. So dienen Evaluationen im Wesentlichen der Erkenntnisvermehrung, der Optimierung, dem Dialog und der Legitimierung. Abschließend wird ein Konzept entwickelt, das die verschiedenen Formen der Evaluation kombiniert und in den Aufstellungsprozess eines Regionalplans integriert. Eine Evaluation kann zu besseren Planungsprozessen und Ergebnissen oder zu einer höheren Akzeptanz der Ergebnisse und der Regionalplanung an sich führen. Dies ist aber nur dann der Fall, wenn die Evaluation von den wesentlichen Akteuren unterstützt wird und nicht lediglich für Schuldzuweisungen genutzt oder als unliebsame Kontrolle empfunden wird.

/c1urp004/de/lehre/Diplomarbeiten/Poster_der_Dipl_-Arbeiten/Poster_2006/Schuermann-sb2006.pdf