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Cotalacidis, Sofoclis (2010) Zwangsversteigerungen und Stadtentwicklung – Analysen und Strategien am Beispiel der Städte Düsseldorf und Duisburg

 

 

 


Titel: Zwangsversteigerungen und Stadtentwicklung – Analysen und Strategien am Beispiel der Städte Düsseldorf und Duisburg

Betreuer: Prof. Dr. Susanne Frank (SOZ), Dr. Ing. Nina Overhageböck (SRP

Jahr: 2010

E-Mail: sofoklis76@web.de


Themenfeld: Sonstige

Schlagworte: Zwangsversteigerungen, Schrottimmobilien, Düsseldorf, Duisburg

Kurzfassung: Das Zwangsversteigerungsaufkommen hat seit Mitte der 1990er Jahre deutschlandweit zugenommen, wobei regionale Unterschiede existieren. Während in den östlichen Bundesländern viele Zwangsversteigerungstermine angesetzt werden, spielen sie in den westlichen Bundesländern eine eher untergeordnete Rolle. Als raumplanerischer Vorläufer in diesem Themenfeld kann die explorative Studie des Fachgebiets Stadt- und Regionalplanung bezeichnet werden, in der die Dortmunder Zwangsversteigerungstermine der Jahre 2002 und 2006 verglichen wurden. Um den Forschungsstand fortzuführen werden in dieser Diplomarbeit die Zwangsver-steigerungstermine der Städte Düsseldorf und Duisburg für das Jahr 2008 analysiert. Beide Städte gehören zu den großen Städten Nordrhein-Westfalens und liegen am Rhein. Dennoch haben sie eine unterschiedliche wirtschaftliche Ausgangslage. Folgende Fragestellungen werden in dieser Arbeit beantwortet: 1. Wie ist die Verteilung und Struktur der Objekte? 2. Inwieweit behindern Zwangsversteigerungsobjekte die Stadtentwicklung? 3. Welches Investitionsverhalten haben Käufer von Zwangsversteigerungsobjekten? 4. Welche Strategieansätze lassen sich unter den gegebenen Rahmenbedingungen realisieren? Die methodische Vorgehensweise gliedert sich in einem quantitativ-empirischen und einem qualitativ-empirischen Teil. Im quantitativ-empirischen Teil wurden in einem ersten Schritt die Zwangsversteigerungstermine in Excel ausgewertet. In einem weiteren Schritt wurden in ArcGIS Karten erstellt. Folgende Merkmale wurden analysiert: räumliche Verteilung der Zwangsversteigerungstermine, Art der zu versteigernden Objekte, Wohnfläche und Geschossigkeit der zu versteigernden Eigentumswohnungen, Altersstruktur und baulicher Zustand der zu versteigernden Objekte sowie die Untersuchung nach Zwangsversteigerungsobjekten mit Wiederholungstermin bzw. sogenannten „Härtefällen“. Um die quantitativen Analyseergebnisse qualitativ zu bereichern wurden in den Untersuchungsstädten Expertendiskussionen durchgeführt. Vertreter aus folgenden Bereichen wurden eingeladen: Gutachterausschuss für Grundstückswerte, Sachverständige für die Bewertung von Immobilien, immobilienkaufmännische Sektor und Rechtspfleger vom Amtsgericht. Rein quantitativ haben die Zwangsversteigerungsobjekte in den Untersuchungsstädten ein geringes Aufkommen. Ihre Konzentration im städtischen Raum unterliegt jedoch bestimmten Mustern. Oft befinden sie sich entlang von Hauptstraßen, Bahngleisen oder in der Nähe von Industrie- bzw. Brachflächen. Ihre benachteiligte Lage hat zur Folge, dass diese Objekte, wenn sie überhaupt nachgefragt werden, in Gebieten liegen, die in Städtebauförderungsprogrammen aufgenommen sind. Die Stadtplanungsämter sollten die Entwicklung der Zwangsversteigerungstermine ähnlich wie die Leerstandsquote als gleichwertigen Indikator für Abwärtstendenzen berücksichtigen.

/c1urp004/de/lehre/Diplomarbeiten/Poster_der_Dipl_-Arbeiten/2010-Poster/Cotalacidis-2010.pdf