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Mayr, Alexander (2010) Muster und Ursachen intraregional divergierender Bevölkerungsentwicklungen

 

 

 


Titel: Muster und Ursachen intraregional divergierender Bevölkerungsentwicklungen – Eine sekundärstatistische Analyse der demografischen Prozesse in den Regionen Bielefeld und Münster

 

Betreuer: Univ.Prof'in Dr. Sabine Baumgart, Dipl.-Ing. Frank Osterhage (ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH)

E-Mail: alexander.mayr (at) tu-dortmund.de


Themenfeld: Sonstige

Schlagworte: Raumentwicklung, demografischer Wandel, Wanderungen, Stadtregion

Kurzfassung: Die räumlichen Trends der Bevölkerungsentwicklungen lassen in den letzten Jahren an Eindeutigkeit ab. Suburbanisierung kann nicht mehr zweifelsfrei als zentrales Merkmal der intraregionalen Raumentwicklung benannt werden. Kleinräumig nehmen Unterschiede in der Einwohnerentwicklung zu, Wachstum und Schrumpfung liegen oftmals unmittelbar nebeneinander. Bislang sind die Kenntnisse über Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge kleinräumiger Divergenzen äußerst beschränkt, gleichwohl sie für eine nachhaltige Planung unerlässlich sind. Ohne das Wissen über (wahrscheinliche) zukünftige Entwicklungen unterliegt eine zukunftsorientierte Planung großer Unsicherheit. Die Forschungstätigkeiten dieser Arbeit folgen dem Ziel und leisten einen Beitrag, intraregional divergierende Einwohnerentwicklungen erklärbar zu machen. Die Untersuchung erfolgt anhand einer sekundärstatistischen Analyse und wird durch Experteninterviews ergänzt. Räumlich konzentriert sich die Analyse auf die Gemeinden in Nordrhein-Westfalen. Detailliere Untersuchungen erfolgen schließlich für die Regionen Bielefeld und Münster. Als zentrale Ergebnisse können festgehalten werden, dass inzwischen sowohl die natürliche Bevölkerungsbewegung als auch Wanderungen quantitativ gleichwertig zur Einwohnerentwicklung beitragen. Räumliche Umverteilungen und Unterschiede in der natürlichen Bevölkerungsbewegung resultieren aber letztlich aus Wanderungen. Sie werden differenziert betrachtet und die vielseitigen Wechselwirkungen mit der demografischen Entwicklung berücksichtigt. Die Bedeutung von Wanderungen ist darin begründet, dass die zugrundeliegenden Motive und Wohnstandortpräferenzen sehr altersselektiv sind. Das hat Auswirkungen auf die altersspezifischen Wanderungsraten und die räumliche Ausrichtung von Wanderungen. Durch Veränderungen der Altersstruktur ergeben sich daher vielseitige Folgen. Die zunehmende Alterung der Bevölkerung im Zuge des demografischen Wandels führt zu einer Reduktion des Wanderungsvolumens und damit der räumlichen Umverteilung. Die räumlichen Divergenzen vermindern sich. Auf der anderen Seite konzentrieren sich Wanderungen bestimmter Alters- und Motivgruppen auf ausgewählte Räume. Hier hat sich gezeigt, dass sich die Wanderungen verschiedener Gruppen räumlich überlagern. Als wichtigster Faktor für intraregionale Entwicklungsunterschiede und die Attraktivität einer Gemeinde für einzelne Bevölkerungsgruppen hat sich der Wohnungsmarkt herauskristallisiert. Intraregional finden sich in erhöhtem Maße Zusammenhänge zwischen Wohnungstypen und Wanderungssalden. Dabei lässt sich kein einzelner Wohnungstyp als Qualitätsmerkmal nennen. Aufgrund unterschiedlichster Präferenzen hat sich vielmehr ein differenziertes Wohnungsangebot als Standortfaktor erwiesen. Daneben hat für überregionale Wanderungsgewinne eine positive Beschäftigtenentwicklung auch auf Ebene der Gemeinden eine große Bedeutung.

/c1urp004/de/lehre/Diplomarbeiten/Poster_der_Dipl_-Arbeiten/2010-Poster/Poster_DA_Mayr_2010_Muster-Ursachen-Bevoelkerungsentwicklung-1.pdf