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Busemann, Carina (2009) Bewohnerorientierte Rahmenplanung für den Stadtteil Datteln-Meckinghoven

 

 

 


Titel: Bewohnerorientierte Rahmenplanung für den Stadtteil Datteln-Meckinghoven – als Baustein für die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans der Stadt Datteln

Betreuer: Univ.Prof'in Dr. Sabine Baumgart, Dr. Anja Szypulski (SOZ)

Jahr: 2009

E-Mail: carina.busemann@tu-dortmund.de


Themenfeld: Stadtentwicklungs- und Rahmenplanungen

Schlagworte: Partizipation, Rahmenplanung, Flächennutzungsplanung

Kurzfassung: Im Flächennutzungsplan wird für das ganze Gemeindegebiet die Art der Bodennutzung in den Grundzügen dargestellt. Spätestens nach 15 Jahren muss der Flächennutzungsplan gemäß BauGB überprüft und soweit erforderlich geändert, ergänzt oder neu aufgestellt werden. Die Beteiligung der Öffentlichkeit während eines Flächennutzungsplanaufstellungsverfahrens ist gesetzlich vorgeschrieben. Im Gegensatz dazu ist eine Beteiligung bei der Aufstellung eines Rahmenplans, der auf der Ebene eines Stadtteils eingesetzt werden kann, gesetzlich nicht verankert und kann individuell stattfinden. Durch Beteiligung werden verbesserte Informationen gewonnen, da die Beteiligten den Planungsraum besonders gut kennen. Für die Durchführung der Beteiligung können vielfältige Formen herangezogen werden. Der Rahmenplan kann Vorarbeiten für den Flächennutzungsplan leisten. In diesem Sinn wird in der Diplomarbeit für die Stadt Datteln, die sich zurzeit nach 18 Jahren Gültigkeit des Flächennutzungsplans (erstmalige Aufstellung im Jahr 1991) mit dessen Neuaufstellung beschäftigt, eine Rahmenplanung für den Stadtteil Datteln-Meckinghoven erstellt. Der Stadtteil Meckinghoven befindet sich im Süden Dattelns. Früher war er ein intaktes Dorf, jetzt weist er eine hohe Industriedichte auf. Der Stadtteil entspricht nicht den Vorstellungen der engagierten Bevölkerung. Diese fordert eine Beteiligung an zukünftigen Planungen für den Stadtteil. Durch den bewohnerorientierten Ansatz dieser Arbeit ist es den Bewohnerinnen und Bewohnern möglich, an Planungen im Rahmen dieser Arbeit teilzuhaben, denn ihnen wurde zunächst die Möglichkeit eröffnet, die Stärken und Schwächen des Stadtteils aus ihrer Sicht herauszustellen. Auf der Grundlage der die Stadtplanung betreffenden und durch die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Stadtverwaltung identifizierten Stärken und Schwächen zeigen drei Szenarien die Entwicklung des Stadtteils bis zum Jahr 2020 auf. Es wird ein positives und ein negatives Extrem-Szenario sowie ein Trend-Szenario aufgezeigt. Bei einer anschließenden Bewertung dieser Szenarien, zum einen durch die Bevölkerung und zum anderen durch die Stadtverwaltung, werden zwar Unterschiede zwischen den Sichtweisen deutlich, doch lässt sich erkennen, dass das positive Szenario insgesamt favorisiert wird. Die anschließend erarbeitete Rahmenplanung basiert auf der Szenarienbewertung. Die Rahmenplanung sieht die Schaffung eines Stadtteilzentrums sowie die Stärkung Meckinghovens als Wohnstandort vor. Außerdem wird die Verbesserung der Eingangssituation und die Beseitigung der Leerstände angestrebt. Es wird empfohlen, auf zukünftig brachfallenden Industrie- und Gewerbeflächen weiterhin Industrie und Gewerbe anzusiedeln. Zudem wird deutlich, dass sich die Szenariotechnik, wie sie in dieser Arbeit angewandt wurde, als Beteiligungsform eignet. Ferner kann die Kommunikation zwischen der Stadtverwaltung Datteln und der Meckinghovener Bevölkerung verbessert werden. Die Bürgernähe der Stadt Datteln kann verstärkt und eine repräsentative Öffentlichkeitsbeteiligung sollte insbesondere in Meckinghoven durchgeführt werden.

/c1urp004/de/lehre/Diplomarbeiten/Poster_der_Dipl_-Arbeiten/Poster_2009/Poster_Busemann_SB_2009.pdf