Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation

Sie sind hier:

Hauptinhalt

Jung, Björn (2007) Städtebauliche Entwicklung der Faßstraße als Verbindungsraum zwischen PHOENIX See und Hörder Zentrum

 

 

 


Titel:  Städtebauliche Entwicklung der Faßstraße als Verbindungsraum zwischen PHOENIX See und Hörder Zentrum

Betreuer: Univ.Prof'in Dr. Sabine Baumgart, Univ.-Prof. Dr. rer. pol. Gerd Hennings    

Jahr: 2007       

E-Mail: bjoern.jung@gmx.net


Themenfeld: Stadtentwicklungs- und Rahmenplanungen

Schlagworte:  Stadtentwicklung, Sanierung, Hauptverkehrstraße, Barriere

Kurzfassung:   Planungsanlass

Die Faßstraße ist eine der bedeutendsten Verkehrsstraßen im Stadtteil Hörde. Als wichtige Nord-Süd-Verbindung wird sie zurzeit täglich von etwa 36.000 Kfz befahren. Durch diese hohe Frequentierung sowie ihren zweispurigen Ausbauzustand stellt die Faßstraße eine erhebliche Barriere dar.

Sie verhindert, dass Fußgängerströme ungehindert vom bestehenden Hörder Zentrum das geplante Hafenviertel am PHOENIX See erreichen können.

Sowohl Hörder Zentrum als auch Hafenviertel grenzen dabei direkt an die Faßstraße.

Gerade für eine integrierte Entwicklung von „altem“ Hörder Zentrum und neuem Hafenviertel, das als Zentrumserweiterung geplant ist, muss die Barrierewirkung der Faßstraße minimiert, wenn nicht sogar komplett aufgehoben werden.

 

Das Hafenviertel am PHOENIX See würde aufgrund seiner attraktiven Lage am Wasser sowie seiner flexiblen Grundrissstrukturen bei einer isolierten Entwicklung eine erhebliche Konkurrenz zum bestehenden Hörder Zentrum darstellen.

Denn dort ist gerade der historische Stadtgrundriss und die damit zusammenhängende dichte Bebauung Grund für eine äußerst negative Entwicklung, die für das Hörder Zentrum in Bezug auf Zentralität und Geschäftsbesatz in den letzten Jahren bescheinigt werden kann.

 Um diese Konkurrenzsituation und das damit verbundene weitere „Ausbluten“ des bestehenden Zentrums zu verhindern soll die Faßstraße als der einzige potenzielle Verbindungsraum sowohl nutzungsstrukturell als auch städtebauliche so entwickelt werden, dass die oben erwähnte integrierte Entwicklung über die Faßstraße hinweg möglich ist.

 Methodik
Zu Beginn der Erstellung der Diplomarbeit wurden durch Literaturrecherche die Grundlagen gelegt für die weitere Arbeit. Diese Grundlagen bezogen sich zum einen auf die Theorie bezüglich der Stadterneuerung und dem Umgang mit Hauptverkehrsstraßen in der Stadterneuerung.

Zum anderen wurden durch Literaturrecherche auch Informationen zum Hörder Zentrum und zum PHOENIX See gewonnen. Unterstützt wurde die literarische Arbeit in den beiden letzen Fällen auch durch Ortsbegehungen sowohl des Hörder Zentrums als auch der Baustelle des PHOENIX Sees.

Eine Ortsbegehung mit begleitender Fotodokumentation war auch Grundlage der Annäherung an das Untersuchungsgebiet Faßstraße. Zusätzlich zur Recherche vor Ort wurde zum Thema Faßstraße auch ein Experteninterview mit Herrn Winfried Sagolla vom Stadtplanungsamt Dortmund geführt.

Die gewonnenen Erkenntnisse über die Faßstraße flossen ein in eine Mängel-Chancen-Kartierung, die Grundlage sowohl für das nutzungsstrukurelle- als auch das für das städtebauliche Konzept war.

 

Ergebnis
Als Ergebnis der Diplomarbeit stehen ein Nutzungskonzept und ein städtebauliches Konzept, die die weitere Entwicklung der Faßstraße als Zentrumsverbindung für die nächsten Jahre darstellen. Teil der Konzepte sind dabei auch drei so genannte Verbindungsräume, die als West-Ost-Achsen aus dem Zentrum kommend die Faßstraße kreuzen und direkt in das Hafenviertel führen. Für diese drei Verbindungsräume sind räumliche Leitbilder entwickelt worden, die sich auch in den nutzungsstrukturellen und städtebaulichen Aussagen zu den Verbindungsräumen wieder finden.

Übergeordnetes Ziel war dabei die Entwicklung einer durchgehenden, qualitativ hochwertig gestalteten Raumkante für die Faßstraße. Des Weiteren wurde der Straßenquerschnitt verändert um mehr Raum für Gestaltungselemente zu schaffen.

Die Nutzungsstruktur wurde von einer beinahe monostrukturierten, auf verkehrliche Funktionen ausgerichteten Situation zu einem von verschiedensten Nutzungsformen geprägten Zustand entwickelt.

Besonders die Entwicklung eines frequenzbringenden Einzelhändlers kann für die Faßstraße sowie das bestehende Hörder Zentrum als Gewinn betrachtet werden.

 

Zum Abschluss der Arbeit werden Handlungsempfehlungen gegeben, die sich auf eine Abfolge der Entwicklungen entlang der Faßstraße und der Verbindungsräume beziehen. Es wird aufgezeigt, welche Verbindungsräume prioritär zu entwickeln sein werden, um eine integrierte Entwicklung von Hörder Zentrum und Hafenviertel zu unterstützen.

Hier ist in jedem Fall der Verbindungsraum Hermannstraße zu nennen: Gemeinsam mit der im städtebaulichen Konzept vorgeschlagenen Tieferlegung der Faßstraße an dieser Stelle, kann besonders die Entwicklung einer durchgehenden Einkaufsstraße von Hörder Zentrum bis an die Wasserkante des PHOENIX Sees zu einer integrierten Entwicklung von den beiden Quartiere führen.

Nachgeordnet entwickelt werden können der Wallrabenhof sowie die Seekante mit dem dazu gehörigen Platz.

 Als letzter Teil der Handlungsempfehlungen werden Aussagen zu einer möglichen rechtlichen Umsetzung der Planung gemacht. Diese Umsetzungsmöglichkeiten beziehen sich hierbei auf eine Zuordnung der Maßnahmen zu einem der im theoretischen Teil aufgezeigten Stadterneuerungsansätze. Weiterhin werden mögliche Akteure der Stadterneuerung dargestellt und Anknüpfungspunkte für die Stadterneuerung formuliert.

/c1urp004/de/lehre/Diplomarbeiten/Poster_der_Dipl_-Arbeiten/Poster_2007/jung_Bjeorn-SB_2007.pdf