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Meyer, Dirk (2014) Revitalisierung von Einfamilienhausgebieten der 1950er bis 1970er Jahren

Titel:   Revitalisierung von Einfamilienhausgebieten der 1950er bis 1970er Jahren - Handlungsansätze und Nachverdichtungsvarianten für die Gemeinde Nordkirchen
          

Prüfer: Uni-Profín Dr.-Ing. S.Baumgart (SRP) / Frau Dipl.-Ing.A.Volkmann (ROP)

 

E-Mail: Dirk2.meyer@tu-dortmund.de

Themenfeld:  Demographischer Wandel und Stadtumbau

Schlagworte: Innenentwicklung, Nachverdichtung, Wohnungsmarkt im Wandel, Herausforderungen im planerischen Umgang mit EFH-Gebieten

Kurzbeschreibung:

Die Masterarbeit widmet sich dem Thema der zukunftsfähigen Weiterentwicklung von Einfamilienhausgebieten aus den 1950er bis 1970er Jahren. Diese galten über einen langen Zeitraum als Selbstläufer und spielten keine Rolle bei Stadterneuerungsstrategien. Bedingt durch den demographischen Wandel werden jedoch insbesondere Einfamilienhausgebiete ein zunehmend wichtiges Handlungsfeld für Politik und Stadtplanung, da eine nachhaltige Entwicklung dieser Siedlungen vielerorts nicht mehr sichergestellt ist. Es treten verstärkt Probleme auf wie zunehmende Alterung der Erbauergeneration, Sanierungsbedarf, fehlende Barrierefreiheit, Verödung des öffentlichen Raums oder schlechte Nahversorgung. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass das ehemals auf die Bedürfnisse einer kinderreichen Familie konzipierte Haus mit oftmals eigenem Garten spätestens nach dem Auszug der Kinder überdimensioniert und mit viel Aufwand für die zurückgebliebenen Bewohner instand zu halten ist. Zwar ist das Eigenheim weiterhin eine beliebte Wohnform, allerdings entsprechen die Bestände nicht mehr den heutigen Anforderungen an modernes Wohnen.

Dementsprechend rücken die über einen langen Zeitraum als Selbstläufer aufgefassten älteren Einfamilienhausgebiete in das Blickfeld von Stadtplanung und Immobilienwirtschaft. Es stellt sich die komplexe Frage nach zukunftsfähigen Erneuerungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Interventionsbedarf scheint insbesondere in Regionen gegeben, die durch ungünstige demographische, (wohnungs-) wirtschaftliche und lagebezogene Rahmenbedingungen gekennzeichnet sind. 

Einhergehend mit der bundespolitischen Vorgabe einer Verringerung der Flächeninanspruchnahme ("30-Hektar-Ziel") und der parallelen Forderung einer verstärkten Innenentwicklung sollte im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung der Fokus auf verstärkte Nutzung vorhandener Entwicklungspotenziale im Innenbereich liegen. Ziel der Stadtentwicklung muss entsprechend eine Aufwertung sowie Weiter- und Umnutzung des Bestandes sein. Einfamilienhäuser aus den 1950er bis 1970er Jahre sind durch den anstehenden Generationenwechsel und einem hohen Nachverdichtungspotenzial für diese Aufgabe prädestiniert. Gelingt es, diese Bestände attraktiv für jüngere Generationen zu gestalten und erfolgreich zu vermarkten, kann einer befürchteten Entdichtung der Wohngebiete entgegengesteuert und der Bedarf an neuen Baulandausweisungen "auf der grünen Wiese" reduziert werden.

Die zentrale Zielsetzung der Masterarbeit besteht darin herauszuarbeiten, welche gewandelten Rahmenbedingungen dazu geführt haben, dass Einfamilienhausgebiete ein Handlungsfeld der Stadtplanung geworden sind, um darauf aufbauend Lösungsmöglichkeiten in Form von konkreten Handlungsansätzen für die Gemeinde Nordkirchen zu erarbeiten. Eine Bestandserhebung sowie eine Bewohnerbefragung liefern wichtige Erkenntnisse über Stärken und Schwächen des Wohnstandortes und ermöglichen die Erarbeitung passgenauer Handlungsansätze und Nachverdichtungsvarianten.

 

Engl.-Abstract: n.v.

Download: n.v.