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Modul 02 M 02 Gesundheit in der Stadtplanung

Typ: M.Sc.

Veranstaltungsart: Projekt M 02 Gesundheit in der Stadtplanung am Beispiel Hamburg

Veranstaltungsnummer: 092212, Kurztext M 02

Semester: SoSe 2013 SWS 8.0

Termine: Mo.  8:30 bis 11:45 woch von 08.04.2013 bis 15.7.2013
               Mi.   8:30 bis 11:45 woch von 10.04.2013 bis 17.7.2013

Ort:          Geschoßbau III / Raum 307

Zugeordnete Lehrpersonen: Baumgart, Sabine, Andrea Ruediger

Kommentar:

Der Beitrag von Freiräumen für die Gesundheit in benachteiligten Stadtquartieren am Beispiel von Hamburg-Wilhelmsburg

Der Berufsstand der Stadtplanung wurde von einer Vision der „Guten“ Stadt geboren. Viele städtebauliche Leitbilder und insbesondere das rechtliche Instrumentarium greifen das Verhältnis von bebautem und nichtbebautem Raum auf. Die darin enthalten Aussagen zur Dichte oder zum Versieglungsgrad der Wohnviertel, der Lage und Größe von Grün- und Erholungsflächen oder die Erreichbarkeit von Freiräumen für unterschiedliche Nutzungsbedürfnisse sind Aspekte, die eine gesunde und lebenswerte Stadt ausmachen. Wegen ihrer ästhetischen, klimatischen und gesundheitlichen Bedeutung, ihres gemeinwohlorientierten Nutzens und nicht zuletzt auch monetären Wertes erlebt die Diskussion um die Gestaltbarkeit von und mit Freiräumen eine Renaissance. Dabei verstärken die,, nicht nur mit dem sozio-demographischen Wandel einhergehenden, Veränderungen der Nutzungsansprüche an den Freiraum die aktuelle Debatte um die Verfügbarkeit, Erreichbarkeit und Nutzbarkeit von Freiräumen (z.B. Grünflächen).

Auf die menschliche Gesundheit wirken vielfältige Verhaltens- wie auch Verhältnisfaktoren, die durch eine gesundheitsförderliche Stadtentwicklung und -planung unterstützt werden können. Eine gesundheitsorientierte Planung kann zum Einen gesundheitliche Risiken (Schadstoffemissionen, Lärm etc.) der städtischen Umwelt auf die Gesundheit der Bevölkerung vermeiden oder reduzieren und zum Anderen gesundheitliche Ressourcen (z.B. Bewegungs- und Regenerationsangebote) stärken. Stadtplanung kann damit maßgeblich zur Förderung der menschlichen Gesundheit in der Stadt beitragen. Bislang vernachlässigt wurde die Untersuchung der Bedeutung gesundheitsförderlicher Umweltressourcen im Zusammenhang mit sozialen Faktoren. Das Themenfeld der Umweltgerechtigkeit befasst sich neben diesen Aspekten mit der sozial-räumlichen (Ungleich-)Verteilung von Gesundheitsrisiken und -ressourcen wie bspw. der Verfügbarkeit und dem Zugang zu Freiräumen. Gerade in benachteiligten Stadtteilen sind oft große Mängel in der Quantität und Qualität natürlicher und naturnaher Freiräume zu beobachten. Dabei verfügen Grün- und Freiräume über ein großes Potenzial, sozialräumlichen Polarisierung und sozialen Abstiegsprozessen städtischer Gebiete entgegenzuwirken und tragen außerdem dazu bei, die Gesundheit und Lebensqualität der Wohnbevölkerung zu stärken und zu fördern. Dies äußert sich nicht zuletzt auch im Wert der umgebenden Grundstücken und Immobilien.

In Kooperation mit Masterstudierenden der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld wird am Beispiel des Hamburger Stadtteils Wilhelmsburg die Beziehung zwischen Freiraumbedingungen und sozialen städtischen Bedingungen aufgezeigt und in ihrer Bedeutung für die Gesundheit der dort lebenden Bevölkerung diskutiert. Ziel wird es auch sein, Erkenntnisse und Handlungserfordernisse für andere (Hamburger) Stadtteile zu identifizieren. Interessante Anregungen werden die Planungen und Ideen der Internationalen Bauausstellung Hamburg (IBA) und der Internationalen Gartenschau (igs) in Wilhelmsburg liefern. Auf dem rund 100 Hektar großen Gebiet werden seit 2007 in enger Verzahnung von Stadt- und Freiraumplanung Projekte initiiert, um die städtebauliche und landschaftliche Entwicklung inm benachteiligten Stadtteil Wilhelmsburg voranzubringen. Die verstärkte Ausrichtung der Stadtentwicklungsplanung auf Gesundheitsförderung und das gegenseitige Verständnis der beiden Disziplinen, sind zentrale Anliegen der Kooperation zwischen Masterstudierenden aus den Gesundheitswissenschaften und der Raumplanung.

Im Rahmen des Projektes findet in Kooperation mit der Fakultät für Gesundheitswissenschaften vom 22.5. – 24.05.2013 eine verpflichtende Exkursion nach Hamburg statt. Darüber hinaus sind zur Vor- und Nachbereitung der Exkursion mindestens drei ganztägige Treffen mit den Bielefelder Studierenden geplant. Diese Termine finden am 15.04.2013 in Bielefeld, am 13.05.2013 in Dortmund und am 24.06.2013 in Dortmund (jeweils von 10.00 bis 16.00 Uhr) statt.

Bemerkung:
Eine Voranmeldung (Stimmungsbild) erfolgt in der Woche vor Vorlesungsbeginn über LSF. Die Verteilung auf alle angebotenen M-Projekte und M-Entwürfe findet zur ersten Veranstaltungszeit des Semesters statt. Bitte die Informationen auf der Homepage der Fakultät beachten.

 

 

Downloads erfolgen über das EWS: Anmeldung hier:

 



 


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Kontakt

Universitäts-Professorin Dr.-Ing. Sabine Baumgart
Tel.: 0231 755-2259, -2258
Dr.-Ing. Andrea Rüdiger
Tel.: 0231 755-2409, -2258