Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation

Sie sind hier:

Hauptinhalt

Modul 13 - F 06 Einfamilienhaussiedlungen - künftige Stadtquartiere im Umbruch? - Marktchancen und Interventionsbedarf für Wohnträume von gestern

Bachelor:

Veranstaltungsart: Projekt

Veranstaltungsnummer: 0911306 Kurztext F 06

Semester: WiSe 2010-11 SWS 8.0

Termine: Di. 14:00 bis 18:00 woch von 01.10.2010
                 

Ort:          Geschoßbau I /Raum 325

 

 

Zugeordnete Lehrpersonen  Zuständigkeit

Beilein, Andreas

 

 

  • Zurzeit sind hier keine Informationen vorhanden.

Inhalt Kommentar :

Hintergrund

Das Einfamilienhaus ist nach wie vor die beliebteste Wohnform in Deutschland und war über die letzten Jahrzehnte Motor des Wohnungsneubaus. Einfamilienhaussiedlungen gehören noch nicht zu den typischen Stadtumbaugebieten, da sie von einer hohen Eigentumsrate und geringer Fluktuation gekennzeichnet sind. Sie galten bislang als stabile Größe, öffentlicher Handlungsbedarf bestand daher nicht. Angesichts des demographischen Wandels und der häufig sehr homogenen Bevölkerungsstruktur dieses Gebietstyps verschieben sich jedoch die Marktverhältnisse für das Einfamilienhaussegment. Auf der Angebotsseite werden künftig vermehrt Bestandsimmobilien v. a. in Einfamilienhausgebieten der 1950er bis 1970er Jahre durch Haushaltsverkleinerungen und Umzüge in seniorengerechte Wohnformen freigesetzt. Viele dieser Häuser weisen Defizite auf, z. B. Lage- und Versorgungsnachteile, Instandhaltungsstaus, geringe energetische Standards und unzeitgemäße Grundrisse, was die Vermarktungschancen dieser Wohnimmobilien erheblich beeinträchtigen wird. Gleichzeitig wird sich auch die Nachfrage nach dieser Wohnform verringern. Erstmals prognostizierte das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung 2006 in der Wohnungsmarktprognose 2020 rückläufige Nachfragemengen im Ein- und Zweifamilienhaussegment. Auf dem Immobilenmarkt vor allem monostrukturierter Klein- und Mittelstädte oder im Um­land schrumpfender Agglomerationen in strukturschwachen oder altindustriellen Regionen sind bereits heute die typischen Anzeichen einer sinkenden Nachfrage zu spüren: Die An­zahl der zum Verkauf angebotener Häuser steigt, die Preise sinken. In der politischen und fachöffentlichen Debatte werden negative Auswirkungen auf das Stadtbild, die Infrastruktur, auf den Werterhalt von Immobilien und nicht zuletzt negative Ausstrahleffekte auf die Anziehungskraft von Städten und Gemeinden etwa für gewerbliche Ansiedlungen und Tourismus befürchtet. Die Aufmerksamkeit für diese Problemzusammenhänge gewinnt derzeit an Bedeutung, auch wenn vor allem die Problemdimension unterstrichen wird und Handlungsansätze bislang rar sind. Die konkrete Ausgestaltung des Projektprogramms bezieht sich auf folgende Arbeitsfelder:

Problemrelevanz und Standortbestimmung:  Studien gehen davon aus, dass sich die immobilienmarktspezifischen Bedingungen für Ein­familienhäuser regional sehr unterschiedlich entwickeln. Für Nordrhein-Westfalen stellt sich damit die Frage nach räumlichen Problemschwerpunkten. Die spezifischen Merkmale der einzelnen Immobilie zwingen zugleich zum genauen Hinsehen: Lassen sich innerhalb einer Gemeinde räumliche Muster und Problemtypen identifizieren?

Kommunale Optionen und Handlungsansätze:  Aktuell beschäftigen sich einige z. T. sehr praxisbezogene Forschungs- und Entwicklungs­projekte mit dem Thema. Durch deren kontextbezogene Auswertung lassen sich Bewältigungsstrategien, Handlungsansätze, Instrumente und Akteurskonstellationen für kommunale Konzeptbausteine identifizieren.

Analyse und Konzeptbausteine in zwei nordrhein-westfälischen Kommunen:  Die Auf­arbeitung der Problemdimensionen, die Einordnung und Bewertung des Problemdrucks und des Interventionsbedarfes sowie die Identifizierung von Handlungsoptionen sollen in Kooperation mit kommunalen Praxispartnern erfolgen. Angestrebt ist eine vergleichende Analyse- und Konzeptbearbeitung in zwei Mittelstädten, etwa eine Ballungsrandgemeinde und eine Gemeinde in einer gering verdichteten Region. Für die Auswahl der Beispielkommunen bietet es sich zunächst an, Stand und Schwerpunktsetzung der kommunalen Handlungskonzepte 'Wohnen' in NRW auszuwerten.

Voraussetzungen
Erfolgreicher Abschluss der Module 1-3 und 6-9 zur Teilnahme an der ersten Teilleistung


Nebeninhalt

Kontakt

Dipl.-Ing. Andreas Beilein