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Modul 13 - F 08 „Städte lassen sich an ihrem Gang erkennen wie Menschen.“ Zur Zukunftsfähigkeit von Mittelstädten

Typ: B.Sc.

Veranstaltungsart: Projekt

Veranstaltungsnummer: 0911308, Kurztext F 08

Semester: WiSe 2011/12 SWS 8.0

Termine: Di. 14:00 bis 18:00 woch von 11.10.2011
                  Fr. 14:00 bis 18:00 woch von 14.10.2011

Ort:            Geschoßbau III / Raum 418

Zugeordnete Lehrpersonen: Schoppengerd, Johanna; Zirbel, Michael (begleitend)

 

Inhalt:

Gegenstand des F-Projekts sind Mittelstädte, die bei fortschreitender Urbanisierung immer noch die häufigste Stadtform in Deutschland sind. Trotz der Subsumierung unter dem Begriff "Mittelstadt" können sie sich erheblich unterscheiden in Abhängigkeit von:

ihrer Vergangenheit:
intellektuell-akademische Vergangenheit (Universitätsstädte)
politische Vergangenheit (Städte als ehemalige Residenzstädte)
wirtschaftliche Vergangenheit (Wachstum kleiner Städte im Wege der Industrialisierung)

ihrer Lage im Raum und Verflechtungsbereich:
Mittelstädte in Agglomerationsbereichen (Ruhrgebiet)
Mittelstädte neben Oberzentren (Münster und umliegende Städte)
Mittelstädte in überwiegend ländlich strukturierten Gebieten (Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern)

ihrer wirtschaftlichen Stellung:
Wirtschaftlich starke Städte mit Entwicklungsboom mit bis heute nicht nachlassender Wirtschaftskraft (Städte mit besonderen Wachstumsbedingungen)
Wirtschaftlich ehemals starke Städte mit nachlassender Wirtschaftskraft (schon früh industrialisierte Städte in Abhängigkeit von Kohle und Stahl)
Wirtschaftlich ehemals starke - häufig monofunktionale Städte - Städte mit erweitertem wirtschaftlichem Bedürfnis (Bäderstädte)

ihrem Image:
Mittelstädte als alt-industrialisierte Städte, die "die beste Zeit hinter sich haben".
Mittelstädte mit sehr hoher Lebensqualität (Süddeutschland)
Mittelstädte als "unbekannte Wesen" (No-Name-Städte, Kamen, Unna, Gütersloh, Emmerich…)
Frage- und Aufgabenstellungen für die Projektbearbeitung

  • Wie kann eine Zukunftsfähigkeit dieser Stadttypen in einzelnen Handlungsfeldern -
    Jugend – Migration – Gender - Gesunde Stadt – Baukultur - Ökonomische und soziale Potentiale – Immobilienwirtschaft - …aussehen?
  • Welche Potentiale haben die einzelnen Stadttypen mit Blick auf ihre Zukunftsfähigkeit zu bieten? Wie sieht die im europäischen Vergleich aus, z.B. in früh industrialisierten Regionen im Raum Manchester – Liverpool?

Welche Instrumentierung ist für Problemfelder im Bereich Stadtumbau, Stadterneuerung, Stadterweiterung, Stadtmarketing, Wohnungsbau, Wohnungsrückbau sinnvoll?


Mögliche methodische Ansatzpunkte
- Literaturstudium zu Mittelstädten und Typisierungsansätzen

- Bundesweite Online-Befragung von Mittelstädten oder

- vergleichende Analyse von unterschiedlichen Mittelstadttypen anhand definierter Merkmale in NRW/Deutschland und England  Exkursion im 1. Quartal 2012) als Fallstudien

- Durchführung von Bestandsaufnahmen - Analyse – Bewertungen zum Aufzeigen von  Entwicklungslinien, z.B. Boom -     Expansion – Niedergang, Boom - Expansion - Wandel (später) Boom - anhaltende Prosperität -  nachhaltige Entwicklungsperspektiven.

-  Zusammenfügen zu einem Gesamtbild als Genese der unterschiedlichen Mittelstadttypen
   Entwicklungsperspektiven und Entwicklungsrisiken der unterschiedlichen Mittelstadttypen

 

Voraussetzungen:

Erfolgreicher Abschluss der Module 1-3 und 6-9 zur Teilnahme an der ersten Teilleistung.



 


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Kontakt

Dipl.-Ing. Bauass. Johanna Schoppengerd