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Track 1 - Quartiersentwicklung

 

Einerseits scheinen Quartiere in Zeiten zunehmender Migration und Mobilität sowie der digitalen Möglichkeiten zu Distanzüberwindung und Vernetzung als Handlungs- und Bezugsräume für Individuen und handelnde Akteure immer stärker an Bedeutung zu verlieren. Andererseits und zugleich spielen das nähere Wohnumfeld bzw. die Nachbarschaft in den alltäglichen Routinen und Praktiken vieler Menschen und sozialer Gruppen eine wichtige – wenngleich sehr unterschiedliche – Rolle. Hier wird das Neben-, Mit- oder Gegeneinander diverser sozialer Gruppen in alltäglichen Praktiken verhandelt. Lokale Netzwerke und die Orte, an denen sich diese bilden und verdichten, spielen eine zentrale Rolle für Zugehörigkeiten, soziales Zusammenleben und demokratische Aushandlungsprozesse – aber auch für Prozesse der sozialen Ausgrenzung und Schließung. In den letzten Jahren sind Quartiere deshalb auch verstärkt in den Fokus handelnder Akteure in Politik, Planung, Wissenschaft und Wirtschaft gerückt – als Orte der sozialen Innovation und als Labore kollaborativer Arbeits- und Lernprozesse im Umgang mit z.B. Diversität, In- und Exklusion, lokaler Ökonomie oder urbaner Energiewende.

Wir wünschen uns frische Perspektiven auf folgende (oder andere) Themen:

 

  • Welche Rolle spielt das Quartier in Bezug auf die Herausbildung und Stabilisierung multilokaler Identitäten und translokaler Verortungen?
  • Welche Rolle spielen Infrastrukturen und öffentliche Räume („third places“, „micropublics“ etc.) für soziale Interaktionen?
  • Wie verändern sich Quartiere im Rahmen von Aufwertungs- und Gentrifizierungsprozessen?
  • Welche Rolle spielen Stadtteilfonds oder andere Formate der Partizipation und Stadtteilproduktion für die Quartiersentwicklung?
  • Wie verändern sich Zugehörigkeiten, Interaktionen und Vernetzungen im digitalen Zeitalter?
  • Welche Rolle spielen digitale Tools wie Nachbarschaftsplattformen?Welchen Einfluss haben institutionelle Routinen (z.B. von Wohnungsunternehmen, Bildungsinstitutionen) auf soziale Dynamiken im Quartier?
  • Mit welchen innovativen Methoden lassen sich soziale Begegnungen, Interaktionen, Vernetzungen, Routinen und Narrative erforschen?
  • Welche Bedeutung haben Formate der kollaborativen transdisziplinären Zusammenarbeit auf Quartiersebene (z.B. Labore sozialer Innovation) für die Stadt- und Quartiersentwicklung?
  • Wird die Bedeutung der Quartiersebene von Wissenschaft, Politik, Planung und zivilgesellschaften Akteuren in all den oben genannten Punkten und Fragen inzwischen deutlich überschätzt?

 

 

 

Chair: Susanne Frank, Sabine Weck