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Track 3 - Raumentwicklung und Raumbeobachtung

 

‚Räume neu denken – Stadt und Land als Kontinuum‘

Die aktuelle Raumentwicklungsdiskussion neigt zu Extremen: Auf der einen Seite stehen Schwarmstädte und eine neue Attraktivität der Städte und hier insbesondere der Großstädte ganz oben auf der Agenda, auf der anderen Seite prägt die Diskussion um abgehängte Regionen – meist strukturschwache ländlichen Räume – die politische Auseinandersetzung. Je nachdem, wer sich äußert, wohnt die Mehrheit der Deutschen auf dem Lande oder in der Stadt und ist jeweils benachteiligt oder braucht verstärkte Aufmerksamkeit. Die schlichte Gegenüberstellung von Stadt und Land ist jedoch wenig hilfreich für nachhaltige, differenzierte Strategien der Raumentwicklung.

Tatsache ist, dass sich Deutschland und auch Europa insgesamt sehr heterogen entwickeln - wachsenden, teilweise auch überlasteten Räumen stehen schrumpfende, oft dünner besiedelte und periphere Räume gegenüber. Allerdings ist hier keine klare Grenze zwischen „Stadt“ und „Land“ zu ziehen: zu den prosperierenden Räumen mit Wachstum gehören auch zahlreiche ländliche Räume ohne größere Städte, während viele mittlere und größere Städte, die den industriellen Strukturwandel immer noch nicht bewältigt haben, weiterhin vor großen Herausforderungen stehen. 

Dieser Track erwartet qualifizierte Beiträge aus Wissenschaft und Praxis, die nicht auf eine unnötige Polarisierung, sondern eher auf die integrative Sicht von Raumtypen abzielen und die Verantwortung der Raumordnung und Regionalpolitik- im Sinne gleichwertiger Lebensverhältnisse - in allen Raumtypen im Blick behalten.

Willkommen sind empirisch-analytische und konzeptionelle Beiträge, die Trends der Raumentwicklung – auch unter dem Blickwinkel der Digitalisierung - oder sich andeutende Strukturbrüche bei Bevölkerung, Arbeitsmarkt, Wirtschaft, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit sowie Infrastrukturen der Daseinsvorsorge beschreiben und erklären. Konvergenzanalysen sind hierbei willkommen, die auch den Aspekt der räumlich-funktionalen Arbeitsteilung mit in den Blick nehmen. Dabei kann sowohl auf die Rolle der formellen Raumordnung als auch die informeller Planungsformen sowie regionalpolitische Strategien eingegangen werden. Auch können Vorschläge zur Reform der Europäischen Struktur- und Investitionsfonds nach 2020 dargelegt werden.  Inhaltliche Schwerpunkte können bei Themen des demographischen Wandels, der wirtschaftlichen Entwicklung, der Lebensqualität – auch unter Berücksichtigung subjektiver Einschätzungen -, der Ausstattung mit Einrichtungen der Daseinsvorsorge, der technischen und sozialen Infrastruktur, der methodischen Ansätze zur Planung und Raumentwicklung oder neuartigen Governancestrukturen liegen. Ein Bezug zur Leitvorstellung „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ sollte jeweils dargelegt werden. Willkommen sind ebenso innovative Beiträge zur Methodik der Raumbeobachtung.

 

 

 

Chair: Rainer Danielzyk, Axel Priebs, Markus Eltges