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Track 6 - Mobilität und Verkehr

 

Nachhaltige Verkehrsentwicklung ist ein wichtiges Forschungs- und Handlungsfeld der Raumplanung und Raumforschung. Dies schließt eine große Bandbreite von Themen ein: die Verlagerung vom MIV auf aktive Mobilität und den ÖPNV (möglichst autofreie Multimodalität), den Klimaschutz, die Minderung von Lärm-, Schadstoffemissionen, die Teilhabe an Mobilität und den Zugang zu sozialen und ökonomischen Aktivitäten, neue Mobilitätsangebote in der ‚Mobility as a Service‘ (MaaS), die gerechte Verteilung von Belastungen durch den Verkehr, die effiziente Abwicklung des Verkehrs, die Abstimmung von städtebaulichen Strukturen und Verkehrsangeboten, die Verbesserung der Verkehrssicherheit, und viele mehr. Eine wachsende Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang der zunehmenden Automatisierung und Vernetzung zu.

Gleichzeitig ist in den letzten Jahrzehnten immer deutlicher geworden, dass die Konzepte einer nachhaltigen Verkehrspolitik und -planung nur punktuell erfolgreich waren und von vielen gegenläufigen Trends und Wirkungen begleitet werden – größere und schwerere Pkw, längere Fahrten, höhere Geschwindigkeiten haben die technischen Entwicklungen durch Rebound-Effekte (über)kompensiert. Kurz gesagt: Technische Lösungen haben bislang keinen Erfolg gezeitigt, weil die Mobilitätsmuster nicht-nachhaltiger geworden sind.

Methodisch rigorose Evaluationsstudien zu Verkehrskonzepten sind rar. Für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung ist deshalb ein besseres Verständnis der Mobilitätsentwicklung von großer Bedeutung. Dies schließt nicht nur den Verkehr auf der lokalen (und zunehmend der regionalen) Ebene ein, sondern auch den wachsenden Fernverkehr auf der interregionalen und internationalen Ebene. Diese Verflechtungen sind zudem hochgradig räumlich, ökonomisch und sozial differenziert.

Wir suchen für unseren Track Beiträge

 

  • die sich, basierend auf einer systematischen Methodik, den Themen einer nachhaltigen Verkehrsentwicklung in einer räumlich, sozial und/oder ökonomisch differenzierten Perspektive widmen;
  • sowohl qualitative als auch quantitative (oder kombinierte) Ansätze sind willkommen.
  • Besonderes Augenmerk soll auf längsschnittorientierten Ansätzen (z.B. Trendstudien, wiederholte Querschnitte oder Panelstudien) oder Szenarien über „neue“ Entwicklungen liegen, die relevante Entwicklungen nachzeichnen und die jeweiligen raumzeitlichen Kontexte der Verkehrsentstehung beachten.
  • Bezogen auf die zunehmenden Ambivalenzen und Widersprüche innerhalb des Kontextes des gesellschaftlichen und technologischen Wandels sind wir an der politisch-planerischen Steuerbarkeit zum einen der Verkehrspolitik und zum anderen des Mobilitätsverhaltens interessiert.

 

 

 

Chair: Christian Holz-Rau, Joachim Scheiner, Jens Dangschat