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Track 8 - Klimawandel und Gesundheit

 

Die Welt im Wandel ist eine zentrale Herausforderung für Raumplanung / -forschung. Insbesondere der Klimawandel erfordert im Zusammenspiel mit dem demographischen Wandel die Anpassung und Transformation städtischer Strukturen und Systeme. Die Gleichzeitigkeit von Wachstum und Schrumpfung, Alterung und Heterogenisierung der Gesellschaft wirken sich ebenso wie Landnutzungsveränderungen auf die Folgen des Klimawandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen aus. Damit erlangt der etablierte Belang des § 1 Abs. 6 Nr. 1 BauGB („die allgemeinen Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse“), der auf die Vermeidung von gesundheitsbelastenden Faktoren durch räumliche Planung abzielt, eine neue Bedeutung. Zunehmend werden aber auch Fragen nach Lebensqualitäten in urbanen und ländlichen Räumen aufgeworfen. Damit geht ein umfassendes Verständnis von Gesundheit einher, wie es in der Ottawa Charta der WHO (1986) festgehalten ist und das Aspekte von Gesundheitsförderung einbezieht. Für eine integrierte Betrachtung dieser Herausforderungen ist somit eine Kooperation von Akteuren aus Raumplanung / –forschung u. a. mit dem Öffentlichen Gesundheitsdienst / Public Health gefragt.

Dabei geht es zum einen um eine evidenzbasierte Planung urbaner Räume und zum anderen um die Etablierung neuer Kooperationsmodi und deren instrumentelle Implementation in politisches und Verwaltungshandeln im Rahmen von Transformationsprozessen. Hier spielen sowohl formelle Instrumente der räumlichen Planung als auch neue informelle Ansätze eine zentrale Rolle. Sie können einen wichtigen gestaltenden Beitrag zu einer nachhaltigen Lebensqualität und sozial- und umweltbezogener Gerechtigkeit von Lebensbedingungen der Bevölkerung leisten.

Der Track soll sich dem inter- und transdisziplinären Austausch zwischen Akteuren aus Wissenschaft und Praxis dienen und aktuelle Erkenntnisse zur Diskussion stellen. Es sind Beiträge zur Anpassung an den Klimawandel und zur Gesundheit in der räumlichen Planung willkommen. Besonders erwünscht sind dabei Ansätze, die die Zusammenhänge zwischen den beiden Themen in den Fokus rücken.

 

 

 

Chair: Stefan Greiving, Sabine Baumgart